Free-Music-Friday: Singvøgel

Die Singvøgel hatten bereits auf ihrem Album „Für Zeiten wie diese“ 2 Songs unter Creative Commons lizensiert, einmal „Stasi 2.0“ das 2011 zur sowas wie der inoffiziellen Hymne zur Freiheit-statt-Angst-Demo wurde und „Helden des Augenblicks„, mit dem sich die Band für den Titelsong des Grassroot-Filmprojektes „Krimi 2.0“ beworben hatte. Jetzt stellen sie erstmals in der Bandgeschichte ein ganzes Album unter CC: JETZT.

Die Singvøgel wurden 2002 von den Multiinstrumentalisten Karan und Duke Meyer als Liedermacher-Duo ins Leben gerufen und 2006 um die Rythmus-Abteilung in Person von Sven Scholz erweitert. Die Rock-Band „Singvøgel“ war geboren. Nach zwei Alben zu Zweit – „Hart am Rande“ (2003) und „Lieder sind“ (2006) – veröffentlichten die Drei das Album „Drei„. Wurden alle Alben bis dahin in Eigenregie produziert, suchten sich die Singvøgel für ihr viertes Werk „JETZT“ mit Ingo Vogelmann einen externen Tonmeister und Aufnahmeleiter. Mit ihm schufen sie das beste Album der Bandgeschichte, nach eigenen Angaben und Ingo Vogelmann schrieb in seinem Blog über die Aufnahmewoche: „Ich konnte – das habe ich so wahrgenommen – viel mehr aus diesen Musikern mit einer lodernden, inneren Flamme und ihren Songs herausholen, als sie sich selbst zugetraut haben“. So soll es sein, der Produzent als Dompteur, die Musiker mit wilder Energie, die es zu beherrschen gilt. Das Resultat kann sich hören lassen und muß den Vergleich zu aufwändigeren Studioproduktionen nicht scheuen. Wer die Singvøgel kennt, der wird auch auf „JETZT“ die Mosaiksteinchen, die das Singvøgel-Bild ergeben, erkennen: Balladen, Protestsongs, Folk(lore), Geschichten, die mit Augenzwinkern erzählt werden, von Fabelwesen oder realen Gefahren, und mittendrin das fast achtminütige Epos „Dea Dia„.

Um die klanglichen Ergebnisse auch angemessen präsentieren zu können, bestritten die Singvøgel den neuen Pfad weiter und gelangten zur „Krautfahndung“ (Crowdfunding). Ãœber die Plattform Pledgemusic sammelten sie das Geld ein, mit dem die Herstellung der CDs finanziert werden konnte, die demnächst erhältlich sein wird. Bislang gibt es „JETZT“ schon vielerorts im Internet zum Download, nur nicht kostenlos, nach dem Zoe.Leela-Prinzip: „Der erste Kauf will getätigt werden“. Drummer Sven geht in einem Blogkommentar sogar noch weiter: „Wir werden es auch nicht umsonst rausrücken […] sondern sogar teurer als die industrielle Massenware verkaufen, weil handgemachte Bio-Qualität nun mal aufwändiger und somit teuerer ist als Massenproduktion.“ Und dass ihre Musik den Fans etwas wert ist, hat ja schon das erfolgreiche Crowdfunding bewiesen.

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