Schlagworte: Google Street View

Die Street-View-Blase

Julia Seeliger hat getreu dem Motto „Und ihr redet über Häuserwände“ eine Informationsseite zu Google Street View und der Schaumschlägerdebatte darum gestartet:

Wer behauptet, dass Google mit dem Dienst „Street View“ in Deutschland etwas ganz neues macht, ist entweder nicht informiert oder lügt. Es gibt bereits jetzt schon Dienste, die genau das ermöglichen, was Street View machen wird. Und auf der anderen Seite gibt es dubiose Dienste im Netz, bei denen in der Tat Regulierungsbedarf besteht.

Hinter der Fassade verstecken sich viele Aufgaben. Über die findet jedoch keine politische Debatte statt. Die politisch Verantwortlichen verharren in ihrem Kleingarten, hinter dem Jägerzaun. Die Street-View-Debatte war Schaumschlägerei, Seifenblasenpolitik. Kurz: das war ein Schmierentheater, was da im Sommerloch aufgeführt wurde – aber keine ernsthafte politische Debatte.

Bubble Street View

Und ihr redet über Häuserwände!

Video vom taz-mediatuesday zum Thema „Mein Profil gehört mir?!“

Ein Mitschnitt der taz-Veranstaltung „Mein Profil gehört mir?!“ im Rahmen des mediatuesday vom 13.04.2010. Mitwirkende sind Anne Roth, Christian Heller aka Plomlompom, Michael Horn (Chaos Computer Club), Timo Luthmann (mensch.coop) sowie Julia Seeliger als Moderatorin. Es geht in der Diskussion um die These des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, der die Privatsphäre für überholt hält:

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg findet Privatsphäre überholt. Hat er Recht? Einerseits veröffentlichen zunehmend mehr Menschen im Internet Informationen über sich. Andererseits wachsen Kritik und Protest gegen Datenspeicherung und Überwachung – sei es durch Konzerne wie Google oder Regierungen. Wie also sieht die Privatsphäre im 21. Jahrhundert aus?

(Via Annalist)

Scheidung wg. Google Street View

Google Street View bleibt Schleswig-Holstein erstmal fern

Wir Schleswig-Holsteiner haben ja in unserer Geschichte schon ganz Andere in die Flucht geschlagen, jetzt ist Google Street View an der Reihe:

Zumindest bis Ende des Jahres sollen in dem nördlichen Bundesland keine Straßen und Häuser von den schwarzen Kamerawagen des Anbieters erfasst werden, teilte Google Deutschland dem Leiter des schleswig-holsteinischen Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD), Thilo Weichert, nach dessen Angaben mit. (Zitat: Heise)

Interessant ist die Aufassung der Google-Leute:

Google Deutschland zeigte sich in seiner Antwort zunächst nicht für die Umgebungsaufnahmen verantwortlich und verwies auf den Mutterkonzern in den USA. Dieser gehe davon aus, dass die Erstellung der Bilder hierzulande rechtmäßig sei. (Zitat: Heise/Hervorhebung von mir)

Da kennen sich die Herren in den USA also sehr gut mit den hiesigen Gesetzen aus, vielleicht wäre das noch eine Nische für den Konzern: Google Law.

Wie gesagt, ich habe kein grundsätzliches Problem mit Google, aber der genaue Nutzen von Street View erschloß sich mir noch nicht.