Schlagworte: Musikpiraten

Video: Josh Woodward – Crazy Glue

Marco Trovatello

Free-Music-Friday: Marco Trovatello

Der Kölner Musiker Marco Trovatello ist schon eine interessante Person, wenn er keine Musik macht. Im Hauptberuf ist er nämlich „Leiter der Abteilung Crossmedia in der Hauptabteilung Kommunikation des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)“ und hat in dieser Funktion beispielsweise bei der diesjährigen re:publica das Panel „Twittern aus dem All für die digitale Öffentlichkeitsarbeit“ gehalten. Aber hier soll es ja um Musik gehen und auch auf dem Gebiet kann Marco Trovatello auf reichlich Erfahrung zurückgreifen. Nachdem er in den Neunzigern Bassist in verschiedenen Indie-Rock-Bands war, genießt er heute die Freiheiten, die es mit sich bringt, wenn man ganz allein entscheidet, wo die musikalische Reise lang geht.

Die erste Station ist das Album „I Had To Let God Be In Control Of ALL Things„, das am 16.05.2012 beim Netlabel Der kleine grüne Würfel erschienen ist (unter CC by-nc) und 8 Post-Rock/Indietronic-Stücke im Gepäck hat. Zwar instrumental, aber sehr vielschichtig instrumentiert, im Focus steht der Bass, genauer ein Fender Jaguar Bass VI Custom, eine Art Zwischenschritt von Gitarre zu Bass, begleitet von akustischen und elektrischen Gitarren, analogen und digitalen Synthesizern, Schlagzeug und noch weiteren Klangerzeugern.

Übrigens bildet Marco TrovalosRiftzone“ den Abschluß auf dem „Free! Music! Sampler – Freedom & Free Beer„.

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Free Beer CC by-sa AGoK

Free! Music! Sampler – Freedom & Free Beer

Heute wurde in Frankfurt/Main vor dem Amtsgericht das Urteil in Sachen GEMA gegen Musikpiraten verkündet. Wenig überraschend behielt der Rechteverwerter die Oberhand in der ersten Instanz und die Musikpiraten werden in Berufung gehen.

Und diesen Tag haben die Musikpiraten ganz bewußt für die Bekanntgabe der Gewinner des Free! Music! Contests 2012 gewählt, der in diesem Jahr unter dem Motto „Freedom & Free Beer“ steht. 36 Titel liegen zum kostenlosen (oder gegen einen selbstgewählten Betrag) Download bereit. Eine Doppel-CD im Digipak wird es auch wieder geben, eine Auflage von 1000 Stück wird ab Oktober verfügbar sein, zum Preis von 2,50 €/Stück.

Und ein Song von texasradiofish, dem amerikanischen Musikprojekt, das Auslöser für den Rechtsstreit war, ist auch wieder dabei.

Disclosure: Ich bin Mitglied des Musikpiraten e. V. und gehörte der Jury des Free! Music! Contest an.

(Artikelbild: Bestimmte Rechte vorbehalten von AGoK)

Bewerbungsphase zum Free! Music! Contest gestartet

Auch 2012 veranstaltet der Verein Musikpiraten e. V. den Free! Music! Contest. Seit gestern können sich alle Bands dort bewerben, mit genau einem Song, der unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen muß. Alle Teilnehmer können attraktive Preise gewinnen, eine Jury – der ich auch angehöre – wird eine Doppel-CD mit den besten Songs zusammenstellen, die auf einer Releaseparty vorgestellt werden soll.

Alle weiteren Infos, beispielsweise, dass der kanadische Autor Cory Doctorow („Little Brother“) nach 2010 erneut die Schirmherrschaft übernommen hat, haben die Musikpiraten.

Ich wünsche mir, dass auch Bands und Musiker, die bisher noch nicht mit Creative Commons in Berührung gekommen sind, die den Free! Music! Contest als Gelegenheit nutzen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Die Anmeldung ist bis zum 31. Juli 2012 möglich.

Botany Bay – Piracy

Botany Bay mischen sich in die Urheberrechtsdebatte ein, mit einem Rant und dem Song „Privacy“ (CC BY):

Direkt-Piracy

Den Text des Liedes und den Rant gibt es bei den Musikpiraten, hier nur ein kleiner Auszug:

In letzter Zeit wurden wir oft gefragt, wie es eigentlich sein kann, dass wir als Künstler mit der Piratenpartei sympathisieren. Allein die Frage schon zeigt, dass es viele Missverständnisse aus dem Weg zu räumen gilt — denn wir denken nicht, dass es sich widerspricht, kreativ zu sein, und gleichzeitig neue Wege zur Veröffentlichung und Verwertung zu suchen, die in unsere Zeit und zu den vorhandenen Technologien passen und nicht irgendwann am Anfang des vorletzten Jahrhunderts steckengeblieben sind.

Die gesamte Erklärung unterschreibe ich vorbehaltlos.

Die letzte EP von Botany Bay, „No Excuse“, kann man als CD oder Download bei Bandcamp kaufen.