Thank Goth It’s Friday!
Aeon Sable – Agnosia (2010)
Schlagwort: Open Music

Daß aus Schweden eine Menge guter Musiker kommen, brauche ich wohl nicht erwähnen, habe ich nämlich auch bestimmt schon mal. Einer dieser interessanten Künstler ist Andreas Österberg aus Göteborg, der sich den Künstlernamen Cyrus Gothenburg gegeben hat. Ich habe schon lange einen Entwurf bei mir im Blog, da ich die bisher erschienenen Alben vorstellen möchte. Die Alben sind zwar kostenlos erhältlich, aber nicht explizit unter Creative Commons veröffentlicht worden, daher konnte der Artikel leider nicht am Free-Music-Friday erscheinen.
Nun hat Herr Österberg allerdings ein neues Album auf den Markt gebracht, das bei 23 Seconds unter Creative Commons by-nc-nd erschienen ist. Das Projekt trägt den Titel Det Mekaniska Undret („Das mechanische Wunder“) und „Olika sidor av staden“ („Verschiedene Seiten der Stadt“) kann man mit Recht als Konzept-Album bezeichnen. Es stellt den Soundtrack für eine Fahrt mit der S-Bahn-Linie 11 durch Göteborg da, die einmal quer durch die Stadt führt. Zwischen Electronika, Electro-Pop und Dream-Pop ist die Musik immer dem jeweiligen Streckenabschnitt gewidmet. Und damit niemand nach Göteborg reisen muß – was zweifelsohne reizvoll wäre – gibt es ein entsprechendes Video zu jedem Song, das auf der S-Bahn-Fahrt aufgenommen wurde. So dauert die audio-visuelle Reise 42 Minuten und vielleicht ergibt es sich ja doch mal, die „Tram 11“ in Bergsjön zu besteigen, mit „Olika sidor av staden“ im Ohr.
Als Gastmusiker haben unter anderen Verklighetens Folk mitgewirkt, die ich auch schon vorgestellt habe.
Det Mekaniska Undret im Netz: Bandcamp | Facebook | iTunes | Last.fm | Soundcloud | Youtube

Mit dem Namen der heutigen Free-Music-Empfehlung ging es mir zunächst wie Falk, der schon am 29.01.2011 über Frontregen schrieb:
Was für ein Bandname – als die Email der Band in die Inbox trudelte lief sofort der Assoziationsblaster im Kopf auf Hochtouren. Harsh Electro? Hellectro? Cybershitelectro? Oder doch eher Folk, respektive Neofolk mit leichtem Hang zu grenzwertigen Texten?
Musikalisch wandern die 5 Österreicher jedoch eher auf den Spuren von Björk, Muse oder Radiohead und vertreten damit eine Stilrichtung, die mir eher zusagt als die Assoziationen. Zum letzten Weihnachtsfest veröffentlichten Katrin (Gesang, Keyboards), Benjamin (Gesang, Gitarre), Moritz (Gitarre), Johanna (Bass) und Siegi (Drums) ihr erstes selbstbetiteltes Album mit 8 Songs unter einer CC-Lizenz.
EP by frontregen
Der Song „Master Plan“ ist in den Free-Music-Charts auf Darkerradio und den Radio Utopie Charts vertreten und der Gesang erinnert mich angenehm an Lykke Li. Das Album präsentiert sich sehr vielschichtig und abwechselungsreich, weshalb es mich sicher noch lange begleiten wird. Und den einen oder anderen von ja vielleicht auch.
Frontregen im Netz: Facebook | Jamendo | Last.fm | Myspace | Reverbnation | Soundcloud | Twitter

In den Free-Music-Charts auf Darkerradio waren die Schweden von Dreamself bisher wenig erfolgreich, im April waren sie als Neuvorstellung mit dem Titel „It’s not over“ dabei, bekamen aber nicht ausreichend Stimmen, um sich dort zu behaupten. Im Juni scheiterte dann „Polarized“ an der neu errichteten Jury-Hürde.
Ich bin aber der Meinung, dass man Dreamself doch mal ein Ohr mehr schenken sollte, zumindest alle, die auf Synthie-Pop, New-Wave und Post-Punk stehen, werden an den 11 Songs des Debüt-Albums „Part 1, the end“ seine Freude haben, welches unter der CC-Lizenz by-nc-nd veröffentlicht wurde und kostenlos (gern auch mehr) bei Bandcamp erhältlich ist.

Die Free-Music-Fridays im Juni könnten unter dem Motto „Italienische Wochen“ stehen, denn heute präsentiere ich schon die dritte Band aus der Heimat von Pizza und Pasta.
Die Band 16 Lovers Lane ist nach dem Album der Go-Betweens benannt und wurde 2008 zunächst als Duo von Michele Segà la (Gesang, Gitarre) und Giulia-Giorgia Quaggiotto (E-Piane, Keyboards, Programming, Gesang) gegründet, später kam Federico Di Fonte (Bass) dazu.
Ihre erste EP mit 4 melancholisch-verträumten Dreampop-Songs wurde am 12.06.2011 von Clinical Archives veröffentlicht und trägt den Titel „Don’t Try To Push Me„.
Sowohl musikalisch als auch stimmlich können 16 Lovers Lane überzeugen, ob mit männlichem, weiblichen oder Wechselgesang, immer wird eine wunderschöne Atmosphäre geschaffen, die dem Namen Dream-Pop alle Ehre macht. Ein lohnenswerter Download, der unter der CC-Lizenz by-nc-nd steht.
16 Lovers Lane im Netz: Facebook | Last.fm | Myspace | YouTube