Geschrieben von Micha am Donnerstag, 31 Dezember 2009
Im Jahr 2009 ist Twitter immer öfter ins Rampenlicht geraten. US-Präsident Obama hat Twitter in seinem Wahlkampf benutzt, auch wenn er es nicht selbst genutzt hat. Auch der “Hessen-Obama” Thorsten Schäfer-Gümbel wollte auf dieser Welle reiten, allerdings ohne den großen Wahlerfolg.
Dann war da noch die Notwasserung auf dem Hudson River in New York, die auch per Twitter die Runde machte und auch der Bundestag bekam seine Twitter-Affäre, als nämlich das Ergebnis der Wahl zum Bundespräsidenten zu früh getwittert wurde. Zur Bundestagswahl wurde dann auch darauf hingewiesen, dass die Hochrechnungen nicht vor Schluß der Wahllokale getwittert werden dürfen.
Viele Leiue, die Twitter ausprobiert haben, kamen aber schnell zu dem Schluß, dass Twitter einfach nur bescheuert ist, weil da nur unsinniges Zeug drinsteht und jetzt kommt mein Tweet des Jahres ins Spiel:
Word. Und damit wünsche ich uns viele schöne Tweets im Jahr 2010!
Geschrieben von Micha am Mittwoch, 30 Dezember 2009
Ich mag den Winter. Vielleicht, weil ich am kalendarischen Winteranfang geboren wurde. Auf jeden Fall aber, weil ich im Grunde ein ganz schöner Stubenhocker bin (”Spending warm Summer days indoors“). Während man im Sommer beinahe gezwungen ist, etwas draußen zu unternehmen, kann man im Winter bedenkenlos drinnen bleiben und den kurzen Tag bei Kaminfeuer und Kerzenschein verinnen lassen. Der Schnee letzte Woche hat es es dann noch perfekt gemacht, sozusagen wie das Sahnehäubchen. Das sah dann auch noch schön aus, wenn man nach draußen schaute. Mittlerweile ist kein Schnee mehr da, aber es stürmt ganz schön, vielleicht kommt ja noch ein wenig der weißen Pracht an Silvester oder Neujahr zurück. Muß ja nicht gleich so doll werden, wie in dieser düsteren Vision.
Geschrieben von Micha am Sonntag, 27 Dezember 2009
Gilly hat eine Twitter-Umfrage gestartet, einige Fragen habe ich im September 2008 schon mal beantwortet, aber es hat sich ja auch einiges getan in der Zwischenzeit:
Da sage einer, dieses Myspace wäre nur ein Augenkrebs fördendes, nutzloses Portal, nein, das stimmt nicht. Dank der Geburtstagserinnerungsmail von Myspace weiß ich z. B., dass nicht nur ich heute Geburtstag habe (…und alle so “Yeaahh”), sondern auch die junge Dame in diesem Video:
Monika Pedersen aus Århus in Dänemark feiert heute ihren 29b. Geburtstag. Sie war in den Jahren 2006 und 2007 Trällerelse Sängerin der norwegischen Trällerelsen-Symphonic-Metal-Band Sirenia.
Tillykke med fødselsdagen!
Ein paar Leute, die heute auch Geburtstag hatten, habe ich heute vor 5 Jahren verraten.
Ungefähr 20 pl0gbar-Aktionäre haben sich dann noch auf den Weg ins Mango’s (das Apostroph soll sicherlich verhindern, dass der Nerd vom MangOS spricht) gemacht, wo dann auch noch getwittert, getwitpict, gegessen, getrunken und natürlich geschnackt wurde – nicht nur über Nerd-Themen. Fotos existieren auch noch, ich hoffe, die werden bald irgendwo veröffentlicht.
Es hat sich in Kiel mittlerweile eine große und nette Truppe Web2.0er gefunden, hoffentlich treffen wir uns zeitnah wieder. Ansonsten lesen wir uns.
Ich habe auch schon eine Idee für die pl0gbar Kiel #8: Montag, 25.01.2010 ab kurz vor 19 Uhr mit “Public Viewing“. Einen Ort müßten wir uns noch suchen. Alles weitere beizeiten dort.
Geschrieben von Micha am Dienstag, 15 Dezember 2009
Am Sonntag fand in Lübeck der 2. Landesparteitag der Piratenpartei Schleswig-Holstein statt. Es war insgesamt die dritte Mitgliederversammlung innerhalb eines halben Jahren und ich konnte erstmals nicht dabei sein. Ich habe aber, so gut es zeitlich ging, die Versammlung per Lifestream, Twitterwall und meiner eigenen Twitter-Timeline verfolgt. Was ich so gehört und gelesen habe, ist der LPT für Piratenmaßstäbe sehr geordnet und zielführend abgelaufen. Es wurden verschiedene Satzungsänderungen beschlossen, auch von Personen, die mittlerweile nicht mehr “an Bord” sind. Außerdem wurde nicht nur ein neuer Vorstand gewählt, sondern dieser auch auf 7 Personen erweitert:
1. Vorsitzender: Uli König (Wiederwahl)
2. Vorsitzender: Hans-Heinrich “Henry” Piepgras (übernimmt das Amt von K. Petersdorf)
Schatzmeister: Oliver Pradetto (übernimmt das Amt von Adrian Müller)
Generalsekretär: Klaus Petersdorf (bisher 2. Vorsitzender mit GenSek-Funktion)
Politischer Geschäftsführer: Wolfgang Dudda
Beisitzer Technik: Tobias Jobst
Beisitzer Öffentlichkeitsarbeit: Philipp Stern
Adrian ist sicher froh, dass er nach einem Jahr die nassen Finger wieder aus der Steckdose nehmen kann, denn so wird es sich gefühlt haben: Ständig unter Strom. Er fungierte als Schatzmeister und Geschäftsstelle, hat die Finanzen des Landesverbandes verwaltet und dafür gesorgt, dass die Piratenpartei zu der 3 Wahlen zugelassen werden konnte. Dafür möchte ich Adrian auf diesem Wege meinen Dank aussprechen. Er wird sich künftig weniger organisatorisch, dafür mehr programmatisch bei den Piraten einbringen. Da ist ja auch noch einiges zu tun.
Dass die Piratenpartei in Bezug auf Datenschutz und Transparenz auf einer Rasierklinge reitet, hat sich schon öfter gezeigt, denn es ist wie mit der Freiheit und der Sicherheit: Beides zusammen geht nicht. Es wurde zwar eine Lösung gefunden, dass Parteitagsteilnehmer, die nicht vom Internetlifestream “erfaßt” werden wollten, “anonym” bleiben konnten, auch wenn sie einen Redebeitrag leisteten. Nur die Piraten, die für ein Amt kandidierten, mußten sich auch vor der Kamera präsentieren. Vielleicht sollte man bei der nächsten Veranstaltung “Guy Fawkes“-Masken an die Piraten verteilen, die anonym bleiben möchten.
Was aber überhaupt nicht ging, war die Frage an Kandidaten nach deren gesundheitlicher Verfassung. Ich erinnere an einen Vorfall bei der Kreisverwaltung in Schleswig aus dem Mai diesen Jahres, bei dem Bewerber ebenfalls Fragen zur Gesundheit beantworten sollten, was sich aber nicht mit geltenden Datenschutzbestimmungen vereinbaren läßt und auch von der Piratenpartei Schleswig-Holstein angeprangert wurde. Umso wichtiger ist es, dass der Datenschutz auch für Piraten gilt, die sich für ein Amt zur Verfügung stellen. Relevant sind sicherlich die Frage nach Interessenkonflikten oder vorherigen bzw. bestehenden Partei- oder Organisationszugehörigkeiten sowie der fachlichen Qualifikation, aber persönliche Dinge sind tabu.