Nennen Sie etwas, das man kaufen kann…

Ich erinnere mich in letzter Zeit oft an die Quiz-Show „Familien-Duell“ und sehe vor meinem geistigen Auge den Moderator Werner Schulze-Erdel, wie er mir folgende Frage stellt: „Wir haben 100 Leute gefragt: Nennen Sie etwas, das man kaufen kann…“ Ich antworte wie aus der Pistole geschossen: „Betriebsrat!“ Werner darauf: „Das war schon die Top-Antwort!“

Soweit ist es schon, aber müssen wir uns darüber wundern? Erst die Volkswagen-Affäre, zuletzt der Siemens-Skandal und das ist bestimmt nur die Spitze des Eisbergs. Bei tagesschau.de habe ich ein Interview mit einem Wirtschaftsethiker (sic!) zum Thema gefunden, der allerdings von Einzelfällen ausgeht. Trotzdem sinkt das Ansehen der Gewerkschaften und Betriebsräte weiter, weshalb die Rockmusiker-Gewerkschaft IG Metall Klage gegen Siemens einreichen will. Die AUB (Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger) war jedem „echten“ Gewerkschafter schon lange suspekt, wer den Arbeitnehmern verspricht, ihre Rechte im Schmusekurs mit den Arbeitgebern zu vertreten, ist wie jemand, der dich waschen will, ohne dass du naß wirst. Nun besteht endlich Klarheit über diese arbeitgeberfreundliche Organisation.

  • Andreas Skowronek

    Und Siemens munitioniert sich bereits mit einem juristischen Gutachten, um der Öffentlichkeit vorzugaukeln, es habe sich strafrechtlich nichts zuschulden kommen lassen. Details bei mir im Blog.

  • Micha

    Hallo Andreas,

    Zuweisungen an Arbeitnehmerorganisationen, wie die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB), seien von dem Paragrafen 119 nicht erfasst, so Rieble.
    netter Versuch. Die AUB ist doch eigens zu dem Zweck gebildet worden, um die Tätigkeit des Betriebsates zu behindern. Also ist die ganze AUB ein Verstoß gegen § 119. ;-)

  • pantoffelpunk

    Harr harr, sehr geile Show... LOL!

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