Tag: 29. August 2008

T.G.I.F.

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„Thank God it’s friday“ oder wie ich gern schreibe „Thank Goth it’s friday“, ist eine Aussage, die ich zuerst im Grundwehrdienst gehört habe. Ich war 1991 in der Marinefernmeldeschule in Flensburg-Mürwik stationiert und dort unterrichtete uns ein Amerikaner namens Master Chief Brown (Schreibweise kann auch „Braun“ gewesen sein), der uns allfreitaglich diesen Spruch aufsagen ließ. Ich war in dem von ihm unterrichteten Fach „Crypto“ wohl so gut, dass ich später im Flottenkommando in Glücksburg-Meierwik im „Schutzwort-Bereich“ eingesetzt wurde. Dort habe ich übrigens zu ersten Mal gechattet, über Fernschreiber, 1991. Wir hatten eine Verbindung nach Kiel, wie die Einheit dort hieß, weiß ich heute leider nicht mehr und die langen und einsamen Nachtschichten vertrieben wir uns mit privaten Konversationen. Ãœbrigens gehörte ich zu den ersten Wehrpflichtigen, die bereits nach 12 Monaten Grundwehrdienst entlassen wurden. Thank Goth…

Morgen früh, wenn Gott will…

Unsere Söhne haben eine Spieluhr mit der Melodie des Liedes „Guten Abend, gut‘ Nacht“. In dem Text kommt folgende Zeile vor:

Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt.

Ich habe mir schon die Frage gestellt, was man einem Kind entgegnet, dass schon soviel Verstand hat, diesen Satz zu hinterfragen: „Was ist denn, wenn Gott nicht will, dass ich wieder geweckt werde?“ Ãœberhaupt bin ich als Atheist unschlüssig, wie ich mit Religion in der Kindererziehung umgehen soll. Sollen die Jungs getauft werden oder nicht? Falls ja, soll ich ihre religiöse Erziehung unterstützen, boykottieren, sabotieren?

Bei der Konfirmation meiner jetzt 17-jährigen Tochter habe ich sogar am Abendmahl teilgenommen, weil ich glaubte (sic!), es würde ihr etwas bedeuten. Das war aber ein Trugschluß. Bei mir war es nicht anders, ich wurde getauft, habe mich konfirmieren lassen, aber einen aktiven Glauben habe ich nie entwickelt, weshalb ich dann 1994 aus der Kirche ausgetreten bin.

Zum Thema „Kinder und Religion gibt es einen sehr anregenden Artikel bei Ami, mit ebenfalls interessanten Kommentaren. Ich bin wie Ami der Ansicht, dass man seinen Kindern ethische Werte auch ohne religiosen Bezug vermitteln kann. Umgekehrt kann der Religions- oder Ethikunterricht nichts bewirken, wenn die Werte nicht auch in der Familie gelebt werden. Da unsere Jungs noch klein sind und das Thema „Taufe“ momentan nicht mehr akut ist, habe ich noch Zeit, mir über die Frage von Ami Gedanken zu machen und sie an meine Leser weiterzugeben:

Wie handhabt ihr das mit dem Glauben und der Vermittlung desselben und euren Kindern?

Via Anke Gröner.