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Gothic Friday April: Top Of The Goth (1)

Gothic Friday April
Gothic Friday April

Es geht beim Gothic Friday im April um eine vergleichsweise leichte Aufgabe, Robert und Shan_Dark hätten gern eine Top-5-Liste entweder der besten Cover-Versionen oder der sehenswertesten Filme.

Und obwohl ich kein Cineast bin und beileibe nicht alle sehenswerten Filme gesehen habe, möchte ich euch meine 5 Lieblingsfilme vorstellen.

Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens

Mit einem Klassiker des Vampirgenres möchte ich beginnen, Friedrich Wilhelm Murnaus „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ aus dem Jahre 1922. Mich fasziniert immer wieder, wie Murnau damals mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Licht/Schatten und Musik eine gruselige Stimmung erzeugen konnte. Einfach großartig auch Max Schreck als Vampirgraf Orlok.

Direkt-Grauen

Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes

Ein weiterer Meister-Darsteller des Horror-Genres war Vincent Price, dessen Film Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes meine zweite Vorstellung ist. In dem Film aus dem Jahr 1971 erschüttert eine bizarre Mordserie London.

Direkt-Schrecken

Dracula

Nicht fehlen darf natürlich Bela Lugosi als Dracula aus dem Jahre 1931, für mich – nicht nur wegen des Bauhaus-Klassikers – der beste Dracula aller Zeiten.

Direkt-Vampir

Gothic

In dem Film „Gothic“ von Ken Russell geht es um die Entstehungsgeschichte von Mary Shelleys Roman Frankenstein. „Sex, Drugs & Frankenstein“.

Direkt-Gothic

The Crow – Die Krähe

„Früher einmal glaubte man, dass, wenn jemand stirbt, eine Krähe seine Seele in das Reich der Toten begleitet. Aber manchmal bringt die Krähe die Seele zurück, um Dinge zu Ende zu führen.“ Die Comic-Verfilmung, die Brandon Lee das Leben kostete. Die Hauptfigur der Comic-Vorlage wurde übrigens von Peter Murphy inspiriert. Und allein schon wegen des Soundtracks ist der Film ein Muß.

Direkt-Krähe

Wie erwähnt, ich bin kein Filmfreak, fand aber diese Aufgabe reizvoller als die Cover-Versionen. Und vielleicht konnte ich ja einen interessanten Beitrag zum Gothic Friday April leisten.

P.S.: Dieses „Gegen die Gothic-Friday-Deadline schreiben“ scheint zur Gewohnheit zu werden.

Gothic Friday März – Schwarzer Fächer der Passionen

Gothic Friday März
Gothic Friday März

Ein weiteres Mal ist der 3. Freitag im Monat da, und ich schreibe in allerletzter Minute meinen Beitrat zum Blog-Projekt Gothic Friday, dass Robert und Shan-Dark in die schwarze Welt gebracht haben. Diesen Monat geht es um Leidenschaften, die die Szene-Mitglieder entwickelt haben. Auf der Suche nach einer passenden Antwort erinnerte ich mich an die Passion, die ich im Laufe der Zeit für die Band Bauhaus entwickelt habe. Mein Nickname im Internet ist, wie einige bestimmt wissen, Bauhausmensch und das eben nicht, weil ich mal ein Praktikum in einem Baumarkt gemacht habe (habe ich nicht!), sondern zu Ehren der Band, die bereits mit ihrer ersten Veröffentlichung Bela Lugosi‚s Dead einen – wenn nicht sogar den – Szeneklassiker geschaffen haben und nicht nur viele Zuhörer in ihren Bann zogen, sondern auch andere Musiker nachhaltig beeinflußten. Ich kann mich an ein Zillo-Interview mit Sänger Peter Murphy erinnern, in dem er ganz bescheiden Bands wie The Sisters Of Mercy und Fields Of The Nephilim als Trittbrettfahrer von Bauhaus bezeichnete. Vielleicht ist das ja der Grund, warum Andrew Eldritch behauptet, nie Teil der Gothic-Szene gewesen zu sein? Leider reichte ihre erste Schaffensphase nur von 1979 bis 1983, im Anschluß schenkten uns die Bandmitglieder aber viele weitere bemerkenswerte Projekte wie Tones On Tail, Dalis Car (mit dem Anfang des Jahres leider viel zu früh verstorbenen Mick Karn) und Love And Rockets.

1998 gab es eine Wiedervereinigung für eine Tour, so dass ich Bauhaus am 30.10.1998 im Docks (Hamburg) live erleben durfte, Peter Murphy habe ich schon 1992 bei der WDR-Rocknacht in Düsseldorf gesehen, aber die ganze Band zu erleben, das war ein sehr prägendes Ereignis.

So prägend, dass ich mich bei einem bekannten Online-Auktionshaus auf die Jagd nach den Vinyl-Singles von Bauhaus machte. Über einen längeren Zeitraum, den ich im Nachhinein nicht genauer beziffern kann, erstand ich tatsächlich alle Singles:

bauhaus singles

Nachdem ich alle beisammen hatte (sic!), erlosch diese Leidenschaft wieder.

Ein besonderes Highlight in meiner Plattensammlung ist „Schwarze Welt„, die erste Single von Xmal Deutschland, eine echte Rarität, die mir nicht nur lieb ist, sondern auch teuer war:

xmal deutschland - schwarze welt

So, jetzt muß ich erstmal das bekannte Online-Auktionshaus durchstöbern, mir fehlen noch ein paar Maxis… 😉

Gothic Friday – Februar: Musik und Leidenschaft

Gothic-Friday Februar
Gothic Friday - Februar
Nun habe ich schon wieder bis zum letzten Abgabetermin prokrastiniert, höchste Zeit also, mich dem Blogprojekt 2011 zu widmen. Im Februar geht es beim „Gothic Friday“ um Musik und Leidenschaft. Prinzipiell eine klare Angelegenheit, denn Musik ist meine Leidenschaft, die 10 Fragen, die sich die Initiatoren Robert und Shan-Dark ausgedacht haben, haben es allerdings in sich. Ich hoffe, dass ich alles zur Zufriedenheit beantworten konnte.

Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?

Musik bedeutet mir sehr viel. Music is actually all around. Schon früh entdeckte ich meine Liebe zur Musik und durfte auch zum Musikunterricht gehen, um selbst ein Instrument zu lernen.

Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten wie­der­gibt.

Ich glaube, ich bin da recht old-school, am liebsten ist mir klassischer Gothic-Rock. Das mag auch daran liegen, dass ich mit Genres nicht viel anfangen kann und größtenteils nicht mal die Definitionen kenne. „Alles reden über Musik ist wie Tanzen über Architektur“ sage ich daher gern. Ein für mich wegweisendes Stück Gothic-Rock ist Bela Lugosi is dead von Bauhaus.

Dark Wave: Charlotte Sometimes (The Cure)
Batcave: I Walk The Line (Alien Sex Fiend)
Electro: Push (The Invincible Spirit)
Post-Punk: Shadowplay (Joy Division)

Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?

Am Anfang waren das Bands wir The Cure, Siouxie and the Banshees und Depeche Mode, dann lief ich den Weg zurück zu Bauhaus und Joy Division, die es ja nicht mehr gab, als ich anfing Depri-Mucke zu hören. Und dann habe ich alles gehört, was in der Szene angesagt war: Einstürzende Neubauten, Invisible Limits, Front 242, The Cassandra Complex, The Smiths, The Chameleons, The Sound, The Waterboys, This Mortal Coil, New Order, The Fall, The Clash, Pixies, New Model Army, The Mission, also wirklich alles. Dann war die musikalische „Experimentierphase“ erstmal vorbei und es kamen wenig neue Bands dazu, die mich wirklich berührt haben, nur Lacrimosa, London After Midnight und Silke Bischoff. Oder Funhouse und Malaise, die sich aber auch eher den klassischen Werten verschrieben haben.

Heute bin ich ja viel im Creative-Commons-Bereich unterwegs und auch da gibt es auch gute schwarze Musik. Klassisch – schlicht – Gothic gefällt mir aber noch immer am Besten. Und Mina Harker. <3

Wie und wo hörst du Musik am liebs­ten?

Am liebsten natürlich gemütlich zuhause, am häufigsten höre ich aber Musik über Kopfhörer vom Smartphone. Neue CDs höre ich auch gern im Auto auf meiner halbstündigen Fahrt ins Büro.

Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?

Ich habe auch ein paar Lieblingsbands außerhalb der typischen dunklen Musik: Klee, Johnny Foreigner, The Pains Of Being Pure At Heart. Dann höre ich auch ganz gern mal Nightwish (mit Tarja), Lacuna Coil oder Leaves Eyes und so Indie-Pop-Sachen wie Those Dancing Days.

Mal ange­nom­men, Du könn­test ein Instru­ment spie­len, hät­test eine tolle Stimme und wür­dest zusam­men mit Freun­den eine Band grün­den. Wel­che Rolle in der Band wäre Deine?

Tatsächlich bin ja „nur“ Bassist und traue mich nicht an Gesang heran. Aber wenn ich eine tolle Stimme hätte, würde ich Sänger und Gitarrist machen, also den klassischen Frontman.

Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.

Joy Division – Unknown Pleasures
Bauhaus – In The Flat Field
The Cure – Pornography
Xmal Deutschland – Tocsin
The Sisters Of Mercy – First And Last And Allways

Wel­che musi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten hat für dich das ideale Lied?

Ich mache ja selbst Musik und wenn ich die Antwort auf diese Frage kennen würde, müßte ich nicht mehr ins Büro fahren. :-) Als Konsument sind es auch unterschiedliche Dinge, die mir an einem Lied gefallen können, ein schöner Bass-Lauf, eine tolle Gesangsmelodie oder auch ein gutes Gitarren-Riff.

Wel­che Band oder wel­chen Musiker/in wür­dest Du gern mal inter­viewen und auf wel­chen Frage musst Du dabei unbe­dingt eine Ant­wort haben?

Ich würde mich gern mal mit Andrew Eldritch treffen und in Erfahrung bringen, ob er nun damals Gothic war und warum er das heute noch leugnet.

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?

„Marty, wir müssen zurück ins Jahr 1985!“ :-) Als alternder konservativer Old-School-Goth wünsche ich mir natürlich, dass viele junge Menschen kommen und das Erbe von Bauhaus, Cure, Joy Division, Siouxie und Co. antreten. Davon gibt es ja schon einige, die leider noch nicht so bekannt sind, weil sie nicht in der Zillo stehen, wie z. B. Lotus Feed, LisaWars, The Wars oder This Co. Auch sehr geil: Ending The Viciious Circle aus Texas. Yeeha!

Gothic Friday: Wie bist du in die Szene gekommen?

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Ich nehme zum ersten Mal an einem sog. Blog-Projekt teil. Es trägt den Titel Gothic-Friday und wurde von Robert und Shan-Dark in’s Leben gerufen. Robert wird jeden ersten Freitag im Monat ein Thema vorgeben, zu dem die teilnehmenden Blogger bis zum dritten Freitag einen Beitrag verfassen sollen. Am vierten Freitag wird Robert dann eine Zusammenfassung der Beiträge veröffentlichen. Das erste Thema heißt folgerichtig „Wie bist du in die Szene gekommen?„.

Bei mir ist es nun schon – und ich habe es selbst mit Erschrecken festgestellt – über 25 Jahre her. Es war mein letztes Schuljahr, The Cure hatten gerade das Album „The Head On The Door“ veröffentlicht und mich damit in ihren Bann gezogen. Schnell lernte ich die düstereren Vorgänger „Pornography“ und „Faith“ lieben. Das war also mein Eintritt in die Szene, wobei ich diese Bezeichnung ein wenig überdimensioniert finde, denn ich bin wohlbehütet in einer
schleswig-Holsteinischen Kleinstadt aufgewachsen, und so etwas wie eine Szene gab es dort nicht. Aber, es fand sich nach und nach eine schwarze Clique zusammen, einige gingen wie ich noch zur Schule, andere waren schon in der Ausbildung oder beim Bund. Unser Treffpunkt war die Discothek im Soldatenheim, zwar nicht gerade eine Grufti-Disco, aber immerhin wurde hin und wieder „unsere“ Musik gespielt und wir konnten uns z. B. zu Depeche Mode, The Cure oder Anne Clark bewegen. Natürlich nicht, ohne von anderen Gästen gefragt zu werden, ob wir etwas verloren hätten, weil wir immer suchend zu Boden blickten oder Pfennigstücke hingeworfen zu bekommen. Aber das ist eben eine Erfahrung, die jeder macht, der sich in eine „gemischte Disco“ begibt, es hat uns aber nicht abgehalten, schließlich gehört Provokation ja auch irgendwie dazu.

Ja, das war soweit mein Einstieg in die „dunkle Welt“ und dabei will ich es auch für den Januar belassen, denn wer weiß schon, welche Themen uns noch in diesem Blog-Projekt beschäftigen werden. Ach ja, und Fotos aus der Zeit habe ich leider nicht parat, damals hat auch nicht jeder ständig eine Kamera dabei gehabt.