Gothic Friday – Februar: Musik und Leidenschaft

Gothic-Friday Februar
Gothic Friday - Februar
Nun habe ich schon wieder bis zum letzten Abgabetermin prokrastiniert, höchste Zeit also, mich dem Blogprojekt 2011 zu widmen. Im Februar geht es beim „Gothic Friday“ um Musik und Leidenschaft. Prinzipiell eine klare Angelegenheit, denn Musik ist meine Leidenschaft, die 10 Fragen, die sich die Initiatoren Robert und Shan-Dark ausgedacht haben, haben es allerdings in sich. Ich hoffe, dass ich alles zur Zufriedenheit beantworten konnte.

Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?

Musik bedeutet mir sehr viel. Music is actually all around. Schon früh entdeckte ich meine Liebe zur Musik und durfte auch zum Musikunterricht gehen, um selbst ein Instrument zu lernen.

Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten wie­der­gibt.

Ich glaube, ich bin da recht old-school, am liebsten ist mir klassischer Gothic-Rock. Das mag auch daran liegen, dass ich mit Genres nicht viel anfangen kann und größtenteils nicht mal die Definitionen kenne. „Alles reden über Musik ist wie Tanzen über Architektur“ sage ich daher gern. Ein für mich wegweisendes Stück Gothic-Rock ist Bela Lugosi is dead von Bauhaus.

Dark Wave: Charlotte Sometimes (The Cure)
Batcave: I Walk The Line (Alien Sex Fiend)
Electro: Push (The Invincible Spirit)
Post-Punk: Shadowplay (Joy Division)

Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?

Am Anfang waren das Bands wir The Cure, Siouxie and the Banshees und Depeche Mode, dann lief ich den Weg zurück zu Bauhaus und Joy Division, die es ja nicht mehr gab, als ich anfing Depri-Mucke zu hören. Und dann habe ich alles gehört, was in der Szene angesagt war: Einstürzende Neubauten, Invisible Limits, Front 242, The Cassandra Complex, The Smiths, The Chameleons, The Sound, The Waterboys, This Mortal Coil, New Order, The Fall, The Clash, Pixies, New Model Army, The Mission, also wirklich alles. Dann war die musikalische „Experimentierphase“ erstmal vorbei und es kamen wenig neue Bands dazu, die mich wirklich berührt haben, nur Lacrimosa, London After Midnight und Silke Bischoff. Oder Funhouse und Malaise, die sich aber auch eher den klassischen Werten verschrieben haben.

Heute bin ich ja viel im Creative-Commons-Bereich unterwegs und auch da gibt es auch gute schwarze Musik. Klassisch – schlicht – Gothic gefällt mir aber noch immer am Besten. Und Mina Harker. <3

Wie und wo hörst du Musik am liebs­ten?

Am liebsten natürlich gemütlich zuhause, am häufigsten höre ich aber Musik über Kopfhörer vom Smartphone. Neue CDs höre ich auch gern im Auto auf meiner halbstündigen Fahrt ins Büro.

Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?

Ich habe auch ein paar Lieblingsbands außerhalb der typischen dunklen Musik: Klee, Johnny Foreigner, The Pains Of Being Pure At Heart. Dann höre ich auch ganz gern mal Nightwish (mit Tarja), Lacuna Coil oder Leaves Eyes und so Indie-Pop-Sachen wie Those Dancing Days.

Mal ange­nom­men, Du könn­test ein Instru­ment spie­len, hät­test eine tolle Stimme und wür­dest zusam­men mit Freun­den eine Band grün­den. Wel­che Rolle in der Band wäre Deine?

Tatsächlich bin ja „nur“ Bassist und traue mich nicht an Gesang heran. Aber wenn ich eine tolle Stimme hätte, würde ich Sänger und Gitarrist machen, also den klassischen Frontman.

Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.

Joy Division – Unknown Pleasures
Bauhaus – In The Flat Field
The Cure – Pornography
Xmal Deutschland – Tocsin
The Sisters Of Mercy – First And Last And Allways

Wel­che musi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten hat für dich das ideale Lied?

Ich mache ja selbst Musik und wenn ich die Antwort auf diese Frage kennen würde, müßte ich nicht mehr ins Büro fahren. 🙂 Als Konsument sind es auch unterschiedliche Dinge, die mir an einem Lied gefallen können, ein schöner Bass-Lauf, eine tolle Gesangsmelodie oder auch ein gutes Gitarren-Riff.

Wel­che Band oder wel­chen Musiker/in wür­dest Du gern mal inter­viewen und auf wel­chen Frage musst Du dabei unbe­dingt eine Ant­wort haben?

Ich würde mich gern mal mit Andrew Eldritch treffen und in Erfahrung bringen, ob er nun damals Gothic war und warum er das heute noch leugnet.

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?

„Marty, wir müssen zurück ins Jahr 1985!“ 🙂 Als alternder konservativer Old-School-Goth wünsche ich mir natürlich, dass viele junge Menschen kommen und das Erbe von Bauhaus, Cure, Joy Division, Siouxie und Co. antreten. Davon gibt es ja schon einige, die leider noch nicht so bekannt sind, weil sie nicht in der Zillo stehen, wie z. B. Lotus Feed, LisaWars, The Wars oder This Co. Auch sehr geil: Ending The Viciious Circle aus Texas. Yeeha!

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