Nice Wings, Icarus! ist eineweitere Band, die ich bei Clinical Archives gefunden habe. NWI! wurde 2008 in Kiew, Ukraine, gegründet und besteht aus den 5 Musikern Yuriy Nagorniy (Gitarre), Sergiy Zaika (Gitarre), Vadim Matuzenko (Bass), Daniil Grudzinskiy (Geige) und Yuriy Kasyanenko (Schlagzeug). Ihre Musik verbindet harte Gitarren-Riffs mit melodischem Violinenspiel in einem Cocktail aus Post-Rock, Post-Metal, Progressive-Rock und Math-Rock, die ganz ohne Gesang auskommt. Wann immer sich die Gitarren in Instrumental-Orgien zu verstricken drohen, schwebt die Geige heran und übernimmt die musikalische Leitung, ohne dabei je zu dominant zu werden.
Das Moskauer Netlabel Clinical Archive hat das bereits Ende 2009 erschienene selbstbetitelte Debut-Album am 20.04.2011 digital unter Creative Commons wiederveröffentlicht, während die Band derzeit im Studio am Nachfolger arbeitet, auf den man sehr gespannt sein darf.
8in8 – so nennt sich die neue selbsternannte “Supergroup of tomorrow”, bestehend aus Amanda Palmer, Neil Gaiman, Ben Folds und Damian Kulash. Die 4 hatten eine skurrile Idee: 8 Songs sollten am 25. April 2011 innerhalb von 8 Stunden geschrieben und aufgenommen werden, daher auch der Projektname. Über Twitter und den Hashtag #8in8 konnte man die Fortschritte verfolgen und sogar aktiv Vorschläge für die Themen der Songs machen. Außerdem gab es einen Live-Video-Stream aus dem Studio.
Das Projektziel wurde leider nicht ganz erreicht, es wurden letzlich 6 Songs innerhalb von 12 Stunden aufgenommen und unter Creative Commons (by-nc) veröffentlicht. Bei Bandcamp kann das Digital-Album mit Namen “Nighty Night” angehört und zum Mindestpreis von 1 US-$ erstanden werden.
Es geht beim Gothic Friday im April um eine vergleichsweise leichte Aufgabe, Robert und Shan_Dark hätten gern eine Top-5-Liste entweder der besten Cover-Versionen oder der sehenswertesten Filme.
Und obwohl ich kein Cineast bin und beileibe nicht alle sehenswerten Filme gesehen habe, möchte ich euch meine 5 Lieblingsfilme vorstellen.
Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens
Mit einem Klassiker des Vampirgenres möchte ich beginnen, Friedrich Wilhelm Murnaus “Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens” aus dem Jahre 1922. Mich fasziniert immer wieder, wie Murnau damals mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Licht/Schatten und Musik eine gruselige Stimmung erzeugen konnte. Einfach großartig auch Max Schreck als Vampirgraf Orlok.
Ein weiterer Meister-Darsteller des Horror-Genres war Vincent Price, dessen Film Das Schreckenskabinett des Dr. Phibes meine zweite Vorstellung ist. In dem Film aus dem Jahr 1971 erschüttert eine bizarre Mordserie London.
Nicht fehlen darf natürlich Bela Lugosi als Dracula aus dem Jahre 1931, für mich – nicht nur wegen des Bauhaus-Klassikers – der beste Dracula aller Zeiten.
“Früher einmal glaubte man, dass, wenn jemand stirbt, eine Krähe seine Seele in das Reich der Toten begleitet. Aber manchmal bringt die Krähe die Seele zurück, um Dinge zu Ende zu führen.” Die Comic-Verfilmung, die Brandon Lee das Leben kostete. Die Hauptfigur der Comic-Vorlage wurde übrigens von Peter Murphy inspiriert. Und allein schon wegen des Soundtracks ist der Film ein Muß.
Wie erwähnt, ich bin kein Filmfreak, fand aber diese Aufgabe reizvoller als die Cover-Versionen. Und vielleicht konnte ich ja einen interessanten Beitrag zum Gothic Friday April leisten.
P.S.: Dieses “Gegen die Gothic-Friday-Deadline schreiben” scheint zur Gewohnheit zu werden.
Mal wieder was aus Schweden: Punkrock-Sänger Peter Hageus hat sich mit dem Ehepaar Daniel und Mikaela Mars, die ansonsten als Varannan Vatten Musik machen, zusammengetan und unter dem Namen Verklighetens Folk die EP “Spyr Ut Kärlek” veröffentlicht.
Die 4 darin enthaltenen Songs sind grundverschieden, der Opener “Horrorskop” kommt gemächlich im Trip-Hop-Gewand mit manischem Gesang daher, “Sista Tåget” nimmt dann mit Electonica Fahrt auf, die mit dem ravigen “Parasiter” noch beschleunigt wird, bevor das letzte Stück “Du Är Allt” als Indie-Ballade die knapp 15-minütige EP ruhig beschließt.
Geschrieben von Micha am Donnerstag, 21 April 2011
Die kroatischen Gothic-Metaler Omega Lithium verschenken noch bis zum 27. Mai 2011 – dem Veröffentlichungsdatum ihres zweiten Albums “Kinetik” – die digitale Single “Colossus“, die neben dem Titeltrack – der auch Opener des kommenden Longplayers sein wird – eine unveröffentlichte Demo-Version (”Syringe Nation“) sowie einen Remix von “Stigmata” – dem Song, durch den sie 2009 bekannt wurden – enthält:
The Pains Of Being Pure At Heart haben im Rahmen einer Daytrotter-Session die Songs “Belong”, “Come Saturday”, “Heart In Your Heartbreak”, “I Gonna Go All The Way” live im Studio “The Horseshack” aufgenommen.
Es loht sich übrigens auch mal im Daytrotter-Archiv zu stöbern, dort finden sich noch mehr musikalische Perlen, wie Ian McCulloch, The National oder Love Is All (da findet aber bestimmt jeder seine persönlichen Favoriten).
Die Progressive-/Alternative-Rockband The Nuri aus Mainz habe ich bereits im Rahmen des Free-Music-Friday am 08.10.2010 vorgestellt, zu der Zeit hatte die Band um die Brüder David (Drums) und Andreas Marx (Gitarre) ihr beachtliches Debut-Album “Masquerade” aus dem Jahre 2007 zu bieten, arbeitete jedoch bereits an neuem Material.
Seit heute steht nun endlich der Nachfolger in virtuellen Plattenregal, “Music Box“. Das Album ist als kostenloser Download erhältlich, sowie für 10 Euro als physischer Tonträger, zu bestellen über die Band-Webseiten (Lieferung ab 28.04.2011). Dort gibt es ebenfalls die CD “Masquerade” für’n Fünfer.
“Music Box” steht seinem Vorgänger in Sachen Vielschichtigkeit in nichts nach, The Nuri präsentieren unterschiedliche Facetten der modernen Rock-Musik, von gefühlvollen Klavierläufen – Christoph Planteur zeichnet hierfür verantwortlich – bis zu harten Metall-Riffs ist wieder alles dabei. Besonders verzaubert mich immer wieder die wunderschöne Stimme von Sängerin Sandra Pfeiffer. Komplettiert wird das Quintett von Bassist Philip Brenner.
Live sind The Nuri in nächster Zeit auch zu erleben:
Heute gibt es einen Leckerbissen für die Elekto-Freunde. Die serbische Formation Blame, die im Wesentlichen aus Boris Posavec besteht, hat vor kurzem ihr zweites Album veröffentlicht, Convergent Fields (Ionium Records). Mit 14 Songs zieht das Abum seinen Hörer in den Bann, mir ist in erster Linie positiv aufgefallen, dass die düsteren post-apokalyptischen Welten ohne übertriebene Härte und aggressiven Gesang erzeut werden, sondern mit aufwändigen Arrangements, vielschichtigen Klängen und einer angenehmen Stimme.
Auch das 2008 erschienen Debut-Album von Blame, Water, wurde von Ionium Recordswiederveröffentlicht und ist, wie Convergent Fields, unter der Lizenz CC by-nc-sa als Name-Your-Price-Download erhältlich.