Datenaffäre beim Kreis Schleswig-Flensburg

Die Kreisverwaltung Schleswig-Flensburg ist bei ihren Einstellungstests weit über das Ziel hinaus geschossen, findet Landesdatenschützer Thilo Weichert, berichtet der Stern in seiner morgen erscheinenden Ausgabe 22/2009:

In einem Test wurden über einen längeren Zeitraum höchst ungewöhnliche Fragen zur Gemütslage und Gesundheit der Bewerber gestellt. Zudem sollten die Kandidaten für Verwaltungsjobs bei der Kommune ihre Ärzte von der Schweigepflicht entbinden und das Gesundheitsamt „bedeutsame Befunde und Informationen“ an das Personalreferat weiterleiten. So wurden die Kandidaten nach „starken Sorgen z. B. über familiäre, berufliche oder finanzielle Angelegenheiten“ ebenso befragt wie nach einer etwaigen „Angst vor bestimmten Situationen und Orten“ oder nach ihrem Gefühlszustand.

Unfaßbar, aber warum sollten die öffentlichen Arbeitgeber auch nur einen Deut besser sein als die freie Wirtschaft?

(via @kielanwalt)

Update 20.05.2009: Heute berichtet auch die lokale Presse (sh:z) über die Datenaffärer.

  • Xavier

    Die Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden ist doch das Letzte. Wenn das so weiter geht, schalte ich mein Internet und Handy aus. Ich habe keine Lust meine Privatsphäre verletzen zu lassen!

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