Beachtung, nicht nur bei mir, erreichte Run Toto Run Anfang letzten Jahres mit einer Coverversion von Passion Pits Sleepy Head.
In ihrem YouTube-Kanal veröffentlichten Run Toto Run jede Menge Demos als Videos aus dem Probenraum, die die Erwartungen auf ein Album hochschraubten, das nun leider nicht mehr erscheinen wird. Der letzte Output war ein sehr schön umgesetztes Video zum Song „This Is A Lull“ (so wurde das Video gemacht), zu dem es auch einen Remix-Wettbewerb gab.
Wie meine Freunde Steffen Voß und Sven Rohweder möchte auch ich mal wieder die Werbetrommel für den Microblogging-Dienst Identi.ca bzw. StatusNet machen. „Twittern“ ist zwar mittlerweile zum Synonym für „Kurznachrichten mit nicht mehr als 140 Zeichen verschicken“ geworden, doch Twitter selbst bietet immer wieder Gründe, sich nach Alternativen umzusehen. Da hätten wir zunachst einmal das neue Webinterface, das nicht bei allen Nutzern zu Freudensprüngen führt (noch funktioniert auch die alte Twitter-Seite). Dann wären da auch die immer noch, immer wieder vorkommenden Ausfallzeiten. Die letzte Idee von Twitter ist die Einschränkung von alternativen Twitter-Clients („Alternative Twitter-Clients werden nicht verboten, es werde nur davon abgeraten, sie zu entwickeln.“) in der API-Richtlinie.
Höchste Zeit also, mal wieder bei Identi.ca vorbeizuschauen. Leider, und das ist noch immer das größte Manko von Identi.ca, sind noch immer nicht alle meine Tweethearts dort zu finden, so dass ich noch immer nicht um die Zweigleisigkeit herumkomme. Die Möglichkeit, Nachrichten von Identi.ca in einen Twitter-Account zu kopieren, kann im Profil eingestellt werden, allerdings arbeiten noch nicht alle Dienste wie Foursquare, Gowalla, Facebook (hier gibt es zwar eine Anwendung, die scheint aber momentan nicht zu funktionieren) oder Twitpic mit Identi.ca zusammen, so dass hier einige Umwege nötig sind.
Dabei kann man sich die RSS-Feeds der jeweiligen Dienste zunutze machen und über Twitterfeed oder Brdcst.it! zu Identi.ca schicken. Ich habe z. B. den Feed für meine Gowalla-Checkins via Brdcst it!eingebunden (dieser Checkin wurde allerdings verspätet übermittelt, weil ich erst meinen Gowalla-Account auf „privat“ gestellt hatte). Das funktioniert auch mit jedem anderen RSS- oder Atom-Feed, sogar mit Diaspora (oder in meinem Fall Geraspora).
Für die Veröffentlichung von Fotos empfiehlt sich noch immer der Dienst Pikchur, der neben Identi.ca und Twitter auch noch viele andere Seiten bedienen kann. Zuletzt war zwar Img.ly mein favorisierter Bilderdienst, aber erstmal ist die Domain aus Libyen und zweitens kann der halt nur Twitter mit Bildern versorgen.
So kann ich nun meinen Social-Media-Stream bei Identi.ca beginnen und über Twitter zu Facebook leiten. Allerdings ist es in meiner Identi.ca-Timeline noch immer recht ruhig, 839 Followings und 1.108 Followern bei Twitter stehen 251 Abonnements und 159 Abonnenten gegenüber. Und viele meiner Lieblingstwitterer fehlen halt noch. Aber der nächste Fail Whale kommt bestimmt, dann wechseln bestimmt wieder ein paar rüber. 😉
Ein weiteres Mal ist der 3. Freitag im Monat da, und ich schreibe in allerletzter Minute meinen Beitrat zum Blog-Projekt Gothic Friday, dass Robert und Shan-Dark in die schwarze Welt gebracht haben. Diesen Monat geht es um Leidenschaften, die die Szene-Mitglieder entwickelt haben. Auf der Suche nach einer passenden Antwort erinnerte ich mich an die Passion, die ich im Laufe der Zeit für die Band Bauhaus entwickelt habe. Mein Nickname im Internet ist, wie einige bestimmt wissen, Bauhausmensch und das eben nicht, weil ich mal ein Praktikum in einem Baumarkt gemacht habe (habe ich nicht!), sondern zu Ehren der Band, die bereits mit ihrer ersten Veröffentlichung Bela Lugosi’s Dead einen – wenn nicht sogar den – Szeneklassiker geschaffen haben und nicht nur viele Zuhörer in ihren Bann zogen, sondern auch andere Musiker nachhaltig beeinflußten. Ich kann mich an ein Zillo-Interview mit Sänger Peter Murphy erinnern, in dem er ganz bescheiden Bands wie The Sisters Of Mercy und Fields Of The Nephilim als Trittbrettfahrer von Bauhaus bezeichnete. Vielleicht ist das ja der Grund, warum Andrew Eldritch behauptet, nie Teil der Gothic-Szene gewesen zu sein? Leider reichte ihre erste Schaffensphase nur von 1979 bis 1983, im Anschluß schenkten uns die Bandmitglieder aber viele weitere bemerkenswerte Projekte wie Tones On Tail, Dalis Car (mit dem Anfang des Jahres leider viel zu früh verstorbenenMick Karn) und Love And Rockets.
1998 gab es eine Wiedervereinigung für eine Tour, so dass ich Bauhaus am 30.10.1998 im Docks (Hamburg) live erleben durfte, Peter Murphy habe ich schon 1992 bei der WDR-Rocknacht in Düsseldorf gesehen, aber die ganze Band zu erleben, das war ein sehr prägendes Ereignis.
So prägend, dass ich mich bei einem bekannten Online-Auktionshaus auf die Jagd nach den Vinyl-Singles von Bauhaus machte. Über einen längeren Zeitraum, den ich im Nachhinein nicht genauer beziffern kann, erstand ich tatsächlich alle Singles:
Nachdem ich alle beisammen hatte (sic!), erlosch diese Leidenschaft wieder.
Ein besonderes Highlight in meiner Plattensammlung ist „Schwarze Welt„, die erste Single von Xmal Deutschland, eine echte Rarität, die mir nicht nur lieb ist, sondern auch teuer war:
So, jetzt muß ich erstmal das bekannte Online-Auktionshaus durchstöbern, mir fehlen noch ein paar Maxis… 😉
Auch für die Band, denn 2010 wurden sie vom Berliner Label Nois-O-Lution (Jingo De Lunch, Foetus) unter Vertrag genommen, wo am 31.12.2010 ihr zweites Album „Monomeet“ erschienen ist, leider nicht unter Creative Commons, aber ihr bemerkenswertes Erstlingswerk, das bei Archive.org fast 60.000 mal heruntergeladen wurde, ist weiterhin kostenlos unter CC by-nc-nderhältlich.
Von „Monomeet“ gibt es aber zumindest eine Download-Single für lau, den Opener „State Of Rust (Radio Edit)„: